Aktuelles

Kindergeld und Kindesunterhalt 2019 leicht erhöht

Der Gesetzgeber hat beschlossen, dass Familien 2019 finanziell entlastet werden sollen. Deshalb wurde die Höhe des Kindergeldes und des Kindesunterhaltes jeweils leicht angehoben.

Zum Kindergeld: Ab Juli 2019 wird dies um 10 Euro monatlich steigen. Die neuen Beträge sind dann: Je 204 Euro für das erste und zweite Kind, 210 Euro für das dritte Kind und 235 Euro für jedes weitere Kind.
Parallel wurde der Steuerfreibetrag angehoben. 2019 steigt er um 192 Euro – 2010 soll er nochmals um dieselbe Summe angehoben werden.

Was ist mit dem Kindesunterhalt? Auch dort hat es zu Jahresbeginn Veränderungen gegeben. Neu: Für Kinder unter 5 Jahren beträgt er 354 Euro im Monat, für 6 bis 11-jährige Kinder 406 Euro und für 12 bis 17-jährige Kinder 476 Euro. Dabei ist das Kindergeld noch nicht berücksichtigt, es wird zur Hälfte abgezogen, um auf diese Summen zu kommen. Detaillierte Infos finden Sie in der aktuellen Düsseldorfer Tabelle.

Bei Fragen zum Familienrecht wenden Sie sich gerne an die Fachanwältin für Familienrecht Dagmar Hitzfeld. Sie wird Sie beraten, wie Sie die Unterhaltsberechnung durchführen und die staatliche Unterstützung optimal ausschöpfen können.


Dienstreisezeit ist auch Arbeitszeit

Das Bundesarbeitsgericht befasste sich aktuell mit dem Thema Dienstreisezeit.
Das Urteil: Die Reisezeit einer Dienstreise muss vom Arbeitgeber in vollem Umfang als Arbeitszeit bezahlt werden (AZ 5 AZR 553/17, Urteil vom 17.10.2018).

Wie war der Sachverhalt?
Ein Mitarbeiter einer Baufirma wurde von seinem Arbeitgeber auf eine Baustelle nach China geschickt. Der Arbeitgeber hatte ihm einen Direktflug in der Economyclass zugedacht, aber auf eigenen Wunsch flog der Mitarbeiter Businessclass, was allerdings eine Zwischenlandung bedeutete. Die Hinreise dauerte ganze vier Tage.
Im Anschluss an die Dienstreise rechnete der Arbeitnehmer nicht nur 8 Stunden Arbeitszeit pro Tag ab, sondern er wollte für die gesamte Stundenzahl der Reise – 37 Stunden – entlohnt werden. Dies wurde ihm vom Arbeitgeber verweigert. Der Arbeitnehmer klagte.

Die Richter in Erfurt differenzierten: Die Dienstreisezeit muss in vollem Umfang entlohnt werden, denn die Reise hat ausschließlich im Interesse des Arbeitgebers stattgefunden. Dass der Arbeitnehmer aber auf eigenen Entschluss Businessclass statt Economyclass geflogen ist – und wegen des Zwischenstopps deutlich länger unterwegs war – dafür muss der Arbeitgeber nicht finanziell einstehen.
Der Fall wurde an das Landesarbeitsgericht zurückverwiesen. Dort muss nun geklärt werden, wie die tatsächlich erforderliche Reisezeit in diesem Fall zu berechnen ist.

In unserer Kanzlei in Lörrach sind die Rechtsanwälte Herwig Reissmann und Hannes Künstle spezialisiert auf Fälle aus dem Arbeitsrecht. Wenn Sie anwaltlichen Rat brauchen, vereinbaren Sie gerne einen Termin!


Frohe Weihnachten!

Liebe Mandanten, Geschäftspartner und Freunde unserer Kanzlei,

wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest
und ein gesundes, glückliches neues Jahr 2019!

Das Team der Anwaltskanzlei Reissmann & Künstle